14. September 2026

Ökolandbau und ländliche Regionen stärken

Wie lassen sich die Förderung einer zukunftsfähigen Landwirtschaft, des Klimaschutzes und der regionalen Wertschöpfung miteinander verbinden? Dieser Frage widmet sich der Hofbesuch der Bundestagsabgeordneten Esther Dilcher auf dem Biobetrieb Hof Tolle. Im Rahmen einer Hofführung stellt Betriebsleiter Nils Tolle zunächst die vielfältigen Betriebszweige, das Klimahofkonzept sowie die regionalen Vermarktungswege des Hofs vor. Dabei wurde sehr deutlich, welchen großen Beitrag der ökologisch wirtschaftende Betrieb für den Boden- und Wasserschutz, die Artenvielfalt und den Klimaschutz leistet und zudem die Wertschöpfung in der Region stärkt.

„Ökobetriebe produzieren nicht nur hochwertige Lebensmittel, sondern erbringen jeden Tag Leistungen für die gesamte Gesellschaft. Diese Leistungen müssen honoriert werden,“ betonte Tim Treis, Sprecher der VÖL Hessen.

„Damit Landwirtinnen und Landwirte eine Entscheidungsgrundlage für die nachhaltige Weiterentwicklung ihrer Höfe haben, braucht es vor allem verlässliche politische Rahmenbedingungen,“ ergänzte Betriebsleiter Tolle.

Im Mittelpunkt der anschließenden Gesprächsrunde standen die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen im Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL).

„Dass die Bundesregierung gerade im hochinnovativen Bereich des Ökolandbaus übermäßig kürzen will, ist für mich unverständlich und steht im Widerspruch zum gültigen Koalitionsvertrag. Hierin haben sich CDU und SPD für die Stärkung des BÖL ausgesprochen. Gerade mit Blick auf die Leistungen, die Biobetriebe für den Klimaschutz und die regionale Wertschöpfung erbringen, muss das Parlament dringend einschreiten und Verbesserungen mit Blick auf die Mittelausstattung erreichen,“ fasste Tim Treis zusammen.

Hintergrund: Der Anteil der Öko-Forschungsmittel an den gesamten öffentlichen Agrarforschungsmitteln wurde vom bundeseigenen Thünen-Institut im Jahr 2015 auf unter zwei Prozent geschätzt. Nach den leichten Anpassungen der vergangenen Jahre liegt das Budget aktuell bei ca. vier Prozent und damit weit unter dem Anteil der Bio-Höfe in Deutschland, der derzeit bei ca. 12 Prozent liegt.

Weitere Beiträge

Menschen haben ein Recht darauf zu wissen, was sie essen

Am heutigen Montag beginnen die diesjährigen Aktionswochen für gentechnik-freies Essen. Die Aktionswochen zeigen: Es gibt eine starke Bewegung, die sich für Wahlfreiheit, Transparenz und eine zukunftsfähige, gentechnikfreie Landwirtschaft in Deutschland und Europa einsetzt. Das Bündnis für die Ernährungs- und Agrarwende in Hessen (BEA Hessen) ist Teil dieser Bewegung und trägt die Aktionswochen aktiv mit...

Aktionswochen für gentechnikfreies Essen vom 15. – 27. September 2025

Vom 15. bis 27. September 2025 finden die zweiten bundesweiten Aktionswochen für gentechnikfreies Essen statt – organisiert von einem breiten Bündnis aus Land- und Lebensmittelwirtschaft, sowie Umweltschutzorganisationen. Bereits 2024 forderte das Bündnis unter dem Motto „Keine Gentechnik auf unseren Äckern und Tellern“ unter anderem klare Koexistenzregelungen..

Die Bio-Branche erbringt höchste Umweltleistungen – und muss damit werben können!

Breites Bündnis aus knapp 60 Verbänden und Unternehmen der Land- und Lebensmittelwirtschaft gibt Stellungnahme zur geplanten Änderung des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb ab.