05. Dezember 2025
Weltbodentag 2025 – VÖL Hessen ruft zu einem nachhaltigen Umgang mit der überlebenswichtigen Ressource Boden auf
Wer an Archive denkt, hat oft staubige Akten und alte Bücher im Kopf. Doch auch Böden können Archive sein – voller spannender Spuren vergangener Zeiten. Sie bewahren Zeugnisse der Natur- und Kulturgeschichte, oft direkt unter unseren Füßen. In besonderem Maße tun dies sogenannte Archivböden. Dieser Bodentyp ist heute zum Boden des Jahres 2026 ernannt worden, mit dem Hessischen Landwirtschaftsminister Ingmar Jung als Schirmherrn.
„Wir freuen uns sehr, dass Minister Jung am heutigen Weltbodentag die Schirmherrschaft für den Boden des Jahres 2026 übernommen hat. Das zeigt Verantwortungsbewusstsein für eine überlebenswichtige Ressource, die immer knapper wird“, sagt Tim Treis, Sprecher der VÖL Hessen.
Leider sprechen die Zahlen aktuell noch eine andere Sprache. Täglich gehen in Deutschland durch Versiegelung 51 Hektar – etwa durch Straßen- und Gebäudebau – dauerhaft verloren. In Hessen sind es etwas mehr als 2 Hektar pro Tag. Daher fordert die VÖL Hessen: Mehr Flächenschutz in Deutschland und in Hessen. Die Grundlage dafür ist in Hessen bereits gelegt. Schon 2021 wurde vom Runden Tisch Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam mit der Landesregierung beschlossen: Bis 2040 soll das Ziel einer Netto-Neuversiegelung von 0 Hektar erreicht werden.
Aus Sicht von Tim Treis gilt es nun, aktiv zu werden, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen: „Wir würden uns freuen, gemeinsam mit den Verbänden des Runden Tischs Landwirtschaft und Minister Jung im Jahr seiner Schirmherrschaft geeignete Maßnahmen zu erarbeiten.“
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