13. Juli 2023

Hessische Allianz begrüßt Beschluss zum EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur

Die hessische Allianz für die Agrar- und Ernährungswende begrüßt die Entscheidung des EU-Parlaments zum Gesetz zur Wiederherstellung der Natur. Die Vertreter*innen aus Ökolandbau, Naturschutz und Ernährungsinitiativen in Hessen weisen dabei auf die große Bedeutung für den Klima- und Umweltschutz hin. Mit Blick auf die Landtagswahl in Hessen und die Forderungen nach einem neuen Ressortzuschnitt des Ministeriums spricht sich die Allianz gegen einen Umbau von Verwaltungseinheiten im Bereich Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz aus.

Durch den Beschluss aus Straßburg sieht sich die hessische Allianz in ihren Zielen gestärkt: „Wir brauchen von Seiten der Politik schnelles und effizientes Handeln zugunsten einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Erzeugung im Einklang mit der Natur, denn zum Umwelt- und Klimaschutz zählt eindeutig auch eine Agrar- und Ernährungswende“, erklärt Dr. Susanne v. Münchhausen, Sprecherin der Allianz und des Netzwerkes der hessischen Ernährungsräte.

Für die Organisationen und Initiativen in der Allianz gibt es keinen Grund, einen Gegensatz zwischen Umwelt- und Naturschutz und der landwirtschaftlichen Produktion aufzumachen, wie es in der EU-Debatte zum Gesetz zur Wiederherstellung der Natur geschehen ist. Auch die Pläne der hessischen CDU und SPD, die die Trennung der zusammenhängenden Bereiche und die Schaffung eines eigenständigen Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft sowie Weinbau vorsehen, lehnt das Bündnis deutlich ab. Zumal der Umwelt- und Klimaschutz mit der Landwirtschaft durch die gemeinsame Agrarpolitik der EU und die Förderung über die zweite Säule verbunden ist.

Das Bündnis fordert, dass Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Hessen auch nach der Landtagswahl weiterhin in einem Ressort verortet bleiben. Nur so könne es gelingen, Belange des Klima-, Umwelt- und Naturschutzes und der Landwirtschaft mit wenig Reibungsverlust abzustimmen und zu guten Lösungen für alle zu kommen. Kontroverse Debatten könnten innerhalb eines Hauses besser zu führen sein als über Bereiche, Ressorts und Ministerien hinweg.

Eine Trennung der Bereiche Landwirtschaft, Klima- und Umweltschutz stünde einer zukunftsorientierten Agrar- und Umweltpolitik aus Sicht der Allianz im Wege.

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