24. August 2023

Ernährungswende schaffen

Podiumsdiskussion auf Gut Fahrenbach

Unter dem Titel „Ernährungswende schaffen – wie kommen wir vor Ort voran?“ diskutierten heute auf Gut Fahrenbach Dr. Ophelia Nick (Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft), Ines Wollschak (Leiterin der Markthalle Werra-Meißner), Jana Fuhrmann-Heise  (Geschäftsführerin von biond) und Prof. Dr. Katrin Zander( Universität Kassel).

70 Menschen waren der Einladung von Hans-Jürgen Müller (Agrarpolitischer Sprecher der Grünen im hessischen Landtag) zur Podiumsdiskussion gefolgt, darunter Tim Treis für die VÖL Hessen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Gardis von Gersdorff, der Bürgermeisterkandidatin in Witzenhausen.

Der Fokus der Diskussion lag auf der Umstellung der Außer-Haus-Verpflegung auf ein regional-ökologisches geprägtes Angebot. Alle Podiumsteilnehmerinnen stuften dies als wichtigen Hebel ein, um die Ernährungswende in Deutschland voranzubringen.

Zudem fand ein intensiver Austausch zum Thema „Bildungsarbeit zu gesunder und nachhaltiger Ernährung“ statt.

Tim Treis zog ein positives Veranstaltungsfazit: „Das heute so viele Menschen mitdiskutiert haben, zeigt, wie wichtig das Thema „Ernährungswende“ ist. Wir, die VÖL Hessen, werden uns weiter dafür einsetzen das mehr hessische Bio-Produkte in Hessens Küchen landen.“

Weitere Beiträge

Vorsorgeprinzip ausgehebelt, Wahlfreiheit genommen und kein Verbot von Patenten auf Saatgut

Heute Morgen wurde das Ergebnis der Trilogverhandlungen zwischen EU-Kommission, Rat und Europaparlament zur Regulierung der Neuen Gentechnik (NGT) bekannt. Zentrale Punkte sind die Zulassung von Patenten und ein beschleunigtes Zulassungsverfahren ohne umfassende Risikobewertung für Umwelt und Gesundheit für NGT-veränderte Pflanzen.

Stromtrassen-Ausbau: Erleichterungen für Öko-Betriebe erreicht

Der Ausbau der großen Stromtrassen SuedLink und Rhein/Main-Link bringt für viele landwirtschaftliche Betriebe erhebliche Eingriffe in den Boden mit sich. Die Erdkabel werden in einer Tiefe von rund 1,5 Metern verlegt, der dazugehörige Schutzstreifen ist je nach Abschnitt zwischen 8 und 22 Meter breit. Dadurch kommt es zu umfangreichen Erdarbeiten, die auch langfristige Auswirkungen auf die Bewirtschaftung haben können.

Reform des Düngerechts ist gefragt – Rechtssicherheit schaffen und Verursacherprinzip stärken

Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, dass die bundesrechtliche Ermächtigungsgrundlage der Düngeverordnung mangels hinreichender Regelungsdichte nicht den verfassungsrechtlichen Anforderungen entspricht, ist nun klar: Die bisherige Rechtsgrundlage im Bereich der Düngung reicht nicht aus...