12. Oktober 2025

Zwölf-Punkte-Plan für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Die deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen sowie die unterzeichnenden Landwirtschaftsverbände blicken mit großer Sorge auf die agrarpolitischen Weichenstellungen der neuen Bundesregierung. Angesichts des dramatischen Verlusts der biologischen Vielfalt, der sich zuspitzenden Klimakrise und der Herausforderungen beim Umbau der Tierhaltung darf der Übergang zu einem zukunftsfähigen Agrar- und Ernährungssystem nicht weiter verschleppt werden.

Statt Rückschritte braucht es jetzt entschlossenes Handeln. Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist kein „nice-to-have“, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit, Investition in unsere Ernährungssicherheit und internationale Verpflichtung. Für die gesunde Ernährung der Menschen, eine krisenfeste Zukunft der Landwirtschaft und lebenswerte ländliche Räume sind grundlegende Reformen in der Agrarpolitik überfällig. Der breite gesellschaftliche Konsens der Zukunfts-kommission Landwirtschaft und des Strategischen Dialogs zur Zukunft der EU-Landwirtschaft bieten hierfür eine solide Grundlage.

In dem vor kurzem veröffentlichten  12-Punkte-Plan für eine zukunftsfähige Landwirtschaft fordern die zeichnenden Verbände konkrete Schritte von der Bundesregierung, darunter „Wasserrückhalt verbessern“, „Pestizideinsatz senken:“ und „Gentechnik regulieren“: Unterzeichnet haben u.a. die ökologischen Anbauverbände Naturland, Bioland, Biokreis und Demeter.

Weitere Beiträge

Weltbodentag 2025 – VÖL Hessen ruft zu einem nachhaltigen Umgang mit der überlebenswichtigen Ressource Boden auf

Wer an Archive denkt, hat oft staubige Akten und alte Bücher im Kopf. Doch auch Böden können Archive sein – voller spannender Spuren vergangener Zeiten. Sie bewahren Zeugnisse der Natur- und Kulturgeschichte, oft direkt unter unseren Füßen. In besonderem Maße tun dies sogenannte Archivböden. Dieser Bodentyp ist heute zum Boden des Jahres 2026 ernannt worden, mit dem Hessischen Landwirtschaftsminister Ingmar Jung als Schirmherrn.

Vorsorgeprinzip ausgehebelt, Wahlfreiheit genommen und kein Verbot von Patenten auf Saatgut

Heute Morgen wurde das Ergebnis der Trilogverhandlungen zwischen EU-Kommission, Rat und Europaparlament zur Regulierung der Neuen Gentechnik (NGT) bekannt. Zentrale Punkte sind die Zulassung von Patenten und ein beschleunigtes Zulassungsverfahren ohne umfassende Risikobewertung für Umwelt und Gesundheit für NGT-veränderte Pflanzen.

Stromtrassen-Ausbau: Erleichterungen für Öko-Betriebe erreicht

Der Ausbau der großen Stromtrassen SuedLink und Rhein/Main-Link bringt für viele landwirtschaftliche Betriebe erhebliche Eingriffe in den Boden mit sich. Die Erdkabel werden in einer Tiefe von rund 1,5 Metern verlegt, der dazugehörige Schutzstreifen ist je nach Abschnitt zwischen 8 und 22 Meter breit. Dadurch kommt es zu umfangreichen Erdarbeiten, die auch langfristige Auswirkungen auf die Bewirtschaftung haben können.