05. Dezember 2024

Weltbodentag 2024

VÖL Hessen ruft zu einem nachhaltigen Umgang mit der überlebenswichtigen Ressource Boden auf

Der Boden umgibt die Erde wie eine dünne Haut und ist die Lebensgrundlage für Pflanzen, Tiere und Menschen. Böden liefern Nahrungsmittel und Rohstoffe, speichern und filtern Wasser und können Schadstoffe abbauen. Aus diesem Grund ist der Schutz des Bodens eine überlebenswichtige Aufgabe für uns.

Tim Treis, Sprecher der Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen e. V. (VÖL Hessen), dazu: „Leider sprechen die Zahlen eine andere Sprache: 1,46 Mio. Hektar Agrarfläche sind seit 1992 in Deutschland durch Versiegelung, z. B. Straßen- und Gebäudebau, dauerhaft verloren gegangen. Das entspricht der gesamten Agrarfläche von Rheinland-Pfalz und 14 Landkreisen in Hessen! Wir fordern daher: Mehr Flächenschutz in Deutschland und auch in Hessen! Das neue hessische Landwirtschaftsgesetz, das aktuell erarbeitet wird, sollte hierfür genutzt werden.“

Treis sagte weiter: „Aber auch Landwirtinnen und Landwirte haben eine besondere Verantwortung für den Boden. In Deutschland werden 35 % der Böden ackerbaulich genutzt. Hier gilt es, bodenschonend zu arbeiten, sodass auch zukünftige Generationen diese Böden nutzen können.“

Die VÖL Hessen bietet allen Landwirtinnen und Landwirten, die sich im Bereich der nachhaltigen Bodenbewirtschaftung weiterbilden wollen, auch im kommenden Jahr den Weiterbildungskurs „Bodenpraktiker“ an.

Weitere Informationen zum

– Bodenpraktikerkurs finden Sie hier

– Weltbodentag finden Sie hier.

Diese Pressemitteilung können Sie hier als pdf herunterladen

Weitere Beiträge

Weltbodentag 2025 – VÖL Hessen ruft zu einem nachhaltigen Umgang mit der überlebenswichtigen Ressource Boden auf

Wer an Archive denkt, hat oft staubige Akten und alte Bücher im Kopf. Doch auch Böden können Archive sein – voller spannender Spuren vergangener Zeiten. Sie bewahren Zeugnisse der Natur- und Kulturgeschichte, oft direkt unter unseren Füßen. In besonderem Maße tun dies sogenannte Archivböden. Dieser Bodentyp ist heute zum Boden des Jahres 2026 ernannt worden, mit dem Hessischen Landwirtschaftsminister Ingmar Jung als Schirmherrn.

Vorsorgeprinzip ausgehebelt, Wahlfreiheit genommen und kein Verbot von Patenten auf Saatgut

Heute Morgen wurde das Ergebnis der Trilogverhandlungen zwischen EU-Kommission, Rat und Europaparlament zur Regulierung der Neuen Gentechnik (NGT) bekannt. Zentrale Punkte sind die Zulassung von Patenten und ein beschleunigtes Zulassungsverfahren ohne umfassende Risikobewertung für Umwelt und Gesundheit für NGT-veränderte Pflanzen.

Stromtrassen-Ausbau: Erleichterungen für Öko-Betriebe erreicht

Der Ausbau der großen Stromtrassen SuedLink und Rhein/Main-Link bringt für viele landwirtschaftliche Betriebe erhebliche Eingriffe in den Boden mit sich. Die Erdkabel werden in einer Tiefe von rund 1,5 Metern verlegt, der dazugehörige Schutzstreifen ist je nach Abschnitt zwischen 8 und 22 Meter breit. Dadurch kommt es zu umfangreichen Erdarbeiten, die auch langfristige Auswirkungen auf die Bewirtschaftung haben können.